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Der unerfüllte Kinderwunsch nach dem 1. Kind: Teil 3

Heute geht es mit dem dritten Post zum Thema unerfüllten Kinderwunsch weiter, die ersten Beiträge findet man übrigens hier: Teil 1 und Teil 2.

Nachdem die Hormonbehandlung nicht anschlug, entschieden wir uns für eine künstliche Befruchtung. Ich habe ehrlich gesagt sehr lange damit gehadert wir hatten sehr große Bedenken, aufgrund der Hormone, die man sich täglich dafür spritzen muss. Hinzu kommt, dass Krebs sehr stark in meiner Familie verbreitet ist und meine Oma an Eierstockkrebs sogar gestorben ist. Wir haben sehr lange darüber gesprochen und uns dazu entschieden, es nur einmal zu versuchen, da zum einen die Kosten natürlich für einen einzigen Versuch sehr hoch sind und ich auch an meine Gesundheit denken muss, ich habe ja auch noch Verantwortung für meinen dreijährigen Sohn.Im Mai besprachen wir alles in der Kinderwunschklinik, ich sollte mich melden, wenn die Periode einsetzt. Als es so weit war, habe ich mich dort gemeldet und bekam meinen ersten Termin für die IVF. Ich hatte mir fest vorgenommen, dem allen sehr positiv gegenüberzustehen.

Start der IVF

Der Tag kam, als ich den ersten Termin für die IVF bekam, der Vertretungsarzt diagnostizierte eine Zyste, mein erster Gedanke war in diesem Moment:“Das fängt ja gut an.“ Ich hatte seit letztem Jahr keine Zyste und ausgerechnet in diesem Zyklus hatte ich eine. Wir konnten also mit der Behandlung nicht starten, ich verließ sehr niedergeschlagen die Praxis.Eine Woche später stand der nächste Kontrolltermin an, die Zyste war immer noch da. Zwei Tage später setzte die Blutung ein, die Zyste ging ab. Fünf Tage später ging es mit der IVF los. Die Ärztin machte zunächst ein Ultraschall, bevor die Blutabnahme erfolgt. Der rechte Eierstock hatte übrigens schon vor einiger Zeit, seine Tätigkeit bereits eingestellt. Am Linken waren zwei Follikel zu sehen, sonst war es meistens nur einer. Ich bekam mein Rezept für die Stimulation und löste es gleich in der Apotheke ein. Am Abend setzte ich mir meine erste Spritze, für mich war das absolut kein Problem und auch nicht schmerzhaft. Ich sollte bis Donnerstag mir jeden Abend eine Dosis von 225 I.E Pergoveris spritzen. Bereits zwei Tage später ging es mir schon sehr schlecht. Ich hatte fürchterliche Migräne und Kreislaufprobleme.

Am Freitag, dem 26.06.2020 war es so weit, der nächste Termin in der Kinderwunschklinik stand an. Mir ging es durch die Hormone immer noch so schlecht, sodass mein Mann mich hinfahren musste. Eigentlich fahre ich immer mit dem Fahrrad in die Klinik, dieses Mal ging es leider gar nicht. Als die Ärztin mich untersuchte und mir mitteilte, dass sich trotz der Stimulation von zwei Folikel nur ein brauchbarer dabei ist, war mir klar, das sich das Thema IVF, für mich erledigt hat.

 Wir brachen die Behandlung ab

Die Ausbeute mit einem Folikel war einfach zu wenig, daher hätte eine künstliche Befruchtung wenig gebracht. In der Regel wachsen während einer hormonellen Stimulation 8 bis 15 Follikel heran, manchmal sogar mehr. Die Stimulation hatte bei mir leider gar nichts gebracht. Die Ärztin schrieb mir noch ein Rezept für Brevactid auf, um den Eisprung auszulösen und Progesteron für die Stabilisierung der zweiten Zyklus Hälfte. Doch beides brachte im Nachhinein wieder nichts.

Warum ich keinen weiteren Versuch einer IVF Behandlung starten werde, möchte ich in einem weiteren Post mit euch teilen.

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Der unerfüllte Kinderwunsch nach dem 1. Kind: Teil 2

In diesem Post geht es weiter, den vorherigen Post zum unerfüllten Kinderwunsch, kann man hier nachlesen.

Es war Mitte Dezember 2019 als ich relativ schnell einen Termin in der Kinderwunschklinik bekam, es war schon komisch und auch befremdlich. Im Wartezimmer nahm ich platz und war sehr aufgeregt, als die Ärztin mich zu sich rief. Ich erklärte ihr alles, sie machte einen Ultraschall und nahm Blut ab. Große sorgen machte ich mir nicht, ich war positiv und froh, diesen Schritt gegangen zu sein. Ich war felsenfest davon überzeugt, das man mir helfen kann und ich bestimmt bald schwanger werden würde. Es verging eine Woche, ich hatte wieder einen Termin und bekam die Ergebnisse der Blutabnahme mitgeteilt, das Ergebnis war niederschmetternd. Die Ärztin sagte mir, dass mein AMH Wert bei 0,58 liegt und das es schwierig sei damit schwanger zu werden. Sie meinte noch, dass ich den Zettel nicht ganz lesen soll. Natürlich las ich den Zettel mit den Ergebnissen ganz genau, darin stand nicht nur, dass ich einen verdammt niedrigen AMH Wert habe, sondern das in den nächsten vier bis fünf Jahren die Menopause eintritt. Für mich brach eine Welt zusammen, ich war voller Hoffnung und wusste nun, dass der Weg nicht einfach werden würde.

Was ist der AMH Wert? Der AMH Wert oder besser gesagt, das Anti Müller Hormon sagt aus, wie viele Eizellen vorhanden sind. Meine Reserve scheint dem Wert nach gut aufgebraucht zu sein. Der normale Wert liegt zwischen 1 und 5 ng/ml. Google ist eh mein Freund, nach der Diagnose, auch noch kurz vor Weihnachten, konnte ich nicht aufhören zu googeln, ich dachte nur, was stimmt nicht mit mir? Ich bin doch noch gar nicht so alt? Wir fingen mit der Kinderplanung an, als ich 37 Jahre alt war, ich kenne genug Frauen, die in diesem Alter noch relativ schnell schwanger geworden sind. Ich bin das beste Beispiel dafür, das meine biologische Uhr schon seit Jahren tickt und es nun anscheinend zu spät ist, traurig aber wahr.

Wie ging es weiter?

Wir fingen eine Hormonbehandlung an, ich wollte nicht sofort mit Keule schießen und eine IVF starten, ich setzte mir aber einen Zeitrahmen, wenn es bis März 2020 nicht klappt, dann würde ich über eine IVF nachdenken. Die Ärztin verschrieb mir Progesteron für die zweite Zyklushälfte, um diese nach dem Eisprung zu stabilisieren. Aber es half nicht. Dann fing ich an Brevactid zu spritzen um den Eisprung auszulösen und nahm weiterhin Progesteron. Die Monate vergingen und es passierte nichts. Durch Corona entschieden wir uns auch erst Ende April für eine IVF, da die Hormonbehandlung einfach nichts brachte. Ich hätte wirklich nie in meinem Leben gedacht, dass ich einmal eine künstliche Befruchtung in Erwägung ziehe. Mit meinem ersten Kind war ich so schnell schwanger.

 

Teil 3 folgt…

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