Ich habe die letzten 10 Jahre in der Großstadt und in der Kleinstadt, meiner Heimatstadt gelebt und muss auch sagen, dass ich ein Großstadtmensch durch und durch bin. Ich liebe es durch die große weite Stadt zu bummeln, zu shoppen, das Freizeitangebot zu nutzen und einfach den Trubel, die eine Großstadt mit sich zieht.

Das Leben mit Kind in der Großstadt

Ich wohne seit Januar 2017 in München und es war klar, als ich schwanger wurde, dass wir unseren Lebensmittelpunkt von Frankfurt nach München verlegen werden, da mein Mann hier eine sehr gute Arbeitsstelle hat. Die ersten Monate haben wir in Milbertshofen gewohnt, mir hat es dort sehr gut gefallen, auch wenn das Klientel (Man hat in meinem Kinderwagen nach Pfandflaschen schauen wollen, war kein tolles Erlebnis) teilweise nicht unbedingt das beste war, fand ich es dort irgendwie schön, man ist von dort aus relativ schnell in der Stadt, in Schwabing und hat den Olympiapark direkt um die Ecke. Allerdings war der Verkehr und die damit verbundenen Abgabse ein sehr großer Nachteil.

Ich erinnere mich noch, als Valentin geboren wurde und ich in der „Rush Hour“ mit ihm spazieren gegangen bin und ich mir nur dachte, mein Kind atmet nur Abgase ein. Wer München und den Frankfurter Ring und auch die Gegend um den Petueltunnel kennt, weiß das es dort ein ziemlich hohes Vehrkehrsaufkommen gibt. Ich machte mir schon Gedanken, wie das werden soll, wenn Valentin einmal mit seinem kleinen Lauflernrad oder mit dem Bobby Car fahren will, denn bis man erst einmal im Luitpold- oder Olympiapark ist, muss man erst einmal mehrere Straße überqueren und einige Meter laufen.

Da unsere Wohnung für uns einfach zu klein war, stand für uns schon von Anfang an fest, dass wir dort nicht bleiben werden und so bekamen wir auch nur eine einzige Zusage (typisch München) für unsere jetzige Wohnung am Stadtrand.

Was ist das beste für das Kind?

Hier gehen die Meinungen bestimmt sehr weit auseinander, ich denke dass es für Valentin besser ist, dass wir an den Stadtrand gezogen sind (eigentlich unfreiwillig, da wir keine andere Wohnung gefunden haben). Wir können in hier mit seinem Bobbycar fahren lassen, ohne Angst zu haben, es kommt jeden Moment ein Auto, hier gibt es viele Tiere, vor allen Dingen Pferde und Hunde. Man hat nicht das Gefühl, es riecht nur nach Abgase und das Kind erlebt wenigstens noch ein bisschen Natur. Ich persönlich würde viel lieber in der Stadt wohnen, aber meiner Meinung nach, ist es hier für das Kind auf jeden Fall besser.

Kleinstadt oder Großstadt die Vor- und Nachteile

Ich glaube beides hat irgendwie gleich viel zu bieten, die Kleinstadt ist meiner Meinung nach persönlicher, man findet schneller Anschluss, hat kürzere Wege zu den Ärzten und zu Ämtern und man fühlt sich ein Stück weit geborgener, als in einer Großstadt. Ich finde es ist dort einfach unkomplizierter, allein in München das Kind anmelden ist schon ein Akt, eine Hebamme finden, eine Krabbelgruppe oder ein Kinderarzt, kosten einen schon Nerven. Dafür bietet die Großstadt einen hohen Freizeitwert, die ganzen Museen, Feste, Outdoor- und Indoorspielplätze, Tierparks und vieles mehr.  Allerdings, ist die Großstadt leider um einiges teurer als das Landleben, allein eine Kugel Eis kostet in München 1,30 Euro, manchmal sogar 1,50 Euro, bei meinen Eltern auf dem Land noch 1,00 Euro. Das Leben in der Stadt ist einfach teuer, allein die Miete oder ein Haus sind kaum zu bezahlen. Wie man sieht hat beides Vor- und Nachteile, letzten Endes muss jeder für sich und sein Kind, bzw. Familie entscheiden, wo er Leben will, ich bin persönlich etwas hin und her gerissen, ob wir weiterhin in der Großstadt bleiben, da ich aber in meinem Leben nichts mehr plane, da immer alles anders kommt, lasse ich einfach alles auf mich zukommen.