Ich hätte nie in meinem Leben gedacht, das ich einmal einen Post zu diesem Thema schreibe, ich hätte allerdings auch nie gedacht, das ich mit Ende 30 einmal in einer Kinderwunschklinik sitze und 6 Monate lang Hormone in mich hinein spritze. Ich weiß das dieses Thema unerfüllter Kinderwunsch bei vielen Paaren der Fall ist, daher möchte ich meine Geschichte mit meinen Lesern teilen. Keiner ist mit seinem Kinderwunsch alleine, es geht unendlichen vielen Paaren so. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht wo, ich anfangen soll.

2016 wurde ich mit meinem Sohn V. (im Nachhinein sehr schnell schwanger), er war ein absolutes Wunschkind und er war auch geplant. Ich war damals 35 Jahre alt, als ich den positiven Schwangerschaftstest in den Händen hielt. Im Februar 2017 erblickte er nach einer sehr schlimmen Geburt mit einem Notkaiserschnitt die Welt und trotz dieser schlimmen Geburtserfahrung, stand für mich und meinen Mann immer fest, er soll kein Einzelkind bleiben. Wir wollten relativ schnell ein 2. Kind und begangen mit der Planung vor über zwei Jahren. Ich verwendete wieder Ovulationstests und war der felsenfesten Überzeugung, dass wir bald zu viert sein würden.

 

Es verging das erste Jahr, es passierte trotz regelmäßigen Eisprüngen, Alkoholverzicht, gesunde Lebensweise, Sport und reichlichen Nahrungsergänzungsmitteln nichts. Ich machte letztes Jahr schließlich einen Termin bei meiner Gynäkologin, sie blieb total entspannt und meinte, ich soll mir nicht zu viele Gedanken machen, sie machte mehrere Zyklen ein Monitoring und verschrieb mir Clomifen. Im Nachhinein hätte sie aufgrund meines Alters einen Hormonstatus machen müssen, durch sie hab ich ganz ehrlich, ein paar Monate sinnlos verloren und für das Monitoring noch Geld ausgegeben.

Im Juni 2019 fing ich also mit den Untersuchungen an, im Oktober 2019 verschrieb mir die Ärztin Clomifen, das meinen ganzen Zyklus und auch die darauf folgenden Zyklen durcheinander brachte. Clomifen wird zur ovariellen Stimulation verschrieben, das Gegenteil traf ein, ich hatte keinen Eisprung mehr. Statt mir zu helfen, hatte ich das Gefühl, sie wusste nicht was zu tun war. Ich mag meine Gynäkologin wirklich sehr gerne, aber dieses Verhalten war damals nicht in Ordnung. Es vergingen wieder 2 Monate und es passierte nichts, der Zyklus war durcheinander und schwanger wurde ich auch nicht. Also fasste ich all meinen Mut zusammen und machte einen Termin in der Kinderwunschklinik, ein schwerer Schritt, den ich aber viel eher hätte machen sollen

Im nächsten Post erzähle ich über meine Diagnose und die Behandlung