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1 Jahr München

Wo ist die Zeit geblieben, mir kommt es so vor, als rast sie immer schneller an mir vorbei. Ich bekomme wirklich angst, weil ich das Gefühl habe, das Leben zieht an einem so vorbei. Ich bin schon acht Jahre mit meinem Mann zusammen, habe vor neun Jahren meine Diplomarbeit geschrieben, den ersten Job in der Architekturbranche gehabt…

Alles habe ich mir für meine Zukunft damals, nach dem Studium vorgestellt, aber nicht das ich mit Mitte 30 in München wohne und mich erhlich gesagt hier überhaupt nicht zu Hause fühle. (Lieber Münchner, bitte nehmt diesen Post nicht zu persönlich, ich schreibe hier über mein persönliches Empfinden und möchte niemanden zu nahe treten oder beleidigen). Nach dem Studium wollte ich eigentlich nach Düsseldorf ziehen, aber die Liebe hatte mir damals einen Strich durch die Rechnung gemacht und so blieb ich meiner Heimat, in Hessen. 7 Jahre habe ich eine Fernbeziehung geführt zuletzt zwischen Frankfurt und München, das war alles so nicht geplant, aber das Leben fragt nun einmal nicht danach und so kam wieder alles anders.

Vor zwei Jahren wurde ich schwanger, Valentin war ein absolutes Wunschkind und mit Mitte 30 war es nun wirklich an der Zeit Mama zu werden, allerdings wollte ich keine Fernbeziehung mit Kind führen und bin letztes Jahr im Januar zu meinem Mann nach München gezogen. Ich bin sehr Heimatverbunden, ein richtiges Frankfurter Mädsche das immer noch sehr an seiner Heimat hängt und auch immer noch den Job dort hat und nun erst einmal in Elternzeit ist.

Ich habe München als eine sehr saubere aber auch bidere Stadt wahrgenommen, bin sehr gerne zu Besuch hier her gefahren, aber das das Leben hier nun einmal etwas ganz anderes ist, hätte ich nicht gedacht. Wir wohnten erst in Peters kleinen 2 Zimmerwohnung und begaben uns nach der Geburt auf die Suche, nach einer größeren Wohnung. Ich dachte mit unserem sehr guten Einkommen und unseren ach so tollen Jobs, bekommen wir eine tolle Wohnung in der Stadt, leider wurde dies nicht der Fall. Es hagelte absagen, Kinder sind nun einmal nicht erwünscht, tausende von Euro Miete wollten wir für eine Wohnung in Schwabing nicht bezahlen und so fanden wir eine Dachgeschoss Wohnung im Münchner Osten am Stadtrand.

Wir wollten diese Wohnung eigentlich beide nicht, aber nach 6 Monaten in dieser kleinen Wohnung, sah ich keine andere Möglichkeit aus dieser zu entfliehen (im Nachinein ein Fehler). Die Wohnung ist wirklich schön, aber nicht so groß, wie ich es mir erhofft hatte, als ich meine Vorstellungen hatte in München zu wohnen und eben am Stadtrand eher ländlich gelegen, nicht wie ich es mag, in der Stadt. Für das Kind ist es natürlich wunderbar, für mich nicht wirklich und für meinen Mann auch nicht, er fährt nun jeden Tag eine Stunde zu Arbeit, vorher konnte er hinlaufen (das war natürlich Luxus).

Der nächste „Schock“ kam, als ich am S-Bahnhof stand und es keinen Aufzug gab, somit brauche ich keine 15 Minuten in die Stadt, sondern gute 30 Minuten, da ich den Bus nehmen muss. Ich habe alles mögliche gecheckt, bevor wir den Mietvertrag unterschrieben haben, nur nicht ob es einen Barrierefreien Bahnhof gibt. Nun saß ich da, auf dem „Land“ mit einem schlechten Anschluß in die City, all das was ich nie wollte. Ich weiß, ich jammere auf hohen Niveau, aber so ist nun einmal mein empfinden.

Nahverkehr

Und da kommen wir zum Thema Nahverkehr, ich kann es einfach nicht glauben, dass eine S-Bahn nur alle 20 Minuten fährt und zudem immer so voll ist, das man keinen Platz bekommt. München soll sich in Bezug auf die „Öffis“ wirklich schämen, man muss sich nicht wundern, warum jeder Zweite das Auto nimmt und dadurch die Stadt zu 90% verstopft ist. Auch bei den Behörden habe ich sehr negative Erfahrungen machen müssen, ganze drei mal wollte ich mich ummelden und wurde weggeschickt, da alle Nummern vergeben waren und das während der Sprechzeit und mit Baby.

Leben mit Baby ohne Familie vor Ort

Ich habe das Leben mit Baby ohne Hilfe aus der Familie wirklich unterschätzt, es ist nicht einfach keine Oma vor Ort zu haben, die ab und zu mal das Kind ausfährt, mein Mann sagt immer, wir kämpfen jeden Tag und das ist auch so. Einen Leben mit Kind in einer fremden Stadt kann wirklich eine gewisse Einsamkeit hervorrufen, obwohl man den ganzen Tag mit dem Kind beschäftigt und damit auch gar nicht alleine ist.

Ich bin ein geselliger Mensch, für mich stand von Anfang an fest, das ich sehen muss, Anschluss bei anderen Mamas zu finden, ich habe Outdoor Sport mit anderen Mütter gemacht, einen Rückbildungskurs und gehe in verschiedene Krabbelgruppen. Ich habe super liebe Mamas kennen gelernt, mit denen ich mich auch mal getroffen habe, aber so richtige Freundschaften sind bisher noch nicht entstanden. Viele haben Familie und einen bestehenden Freundeskreis, da kann man einfach nichts machen. Jemanden zu finden, der genauso ist, oder ähnliche Interessen hat, wie zum Beispiel gerne in Cafes zum frühstücken geht, habe ich noch nicht gefunden. Es braucht einfach alles seine Zeit und da muss ich mich einfach mehr gedulden.

Ich höre auch von vielen Münchnern, dass es als „Neuer“ in der Stadt einfach nicht leicht ist, Anschluß zu finden, dies musste ich über das Jahr wirklich feststellen.

Wie wird es weitergehen?

Ich plane nichts mehr im Leben, da es immer anders kommt als man denkt, für immer hier in München zu bleiben sehe ich nicht, da es nahezu unmöglich ist, sich ein Haus leisten zu können, was wir unbedingt wollen. Mein Job ist in Frankfurt, den ich niemals auf der Welt aufgeben werde, da er einfach ein Glücksgriff ist. Daher probiere ich die Elternzeit weiterhin zu genießen und der Stadt irgendwie eine Chance zu geben, ich weiß ja auch, dass es nicht nur an München, sondern auch ein bisschen an mir liegt.

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Brautkleid online oder oder im Laden kaufen?

Im Mai 2017 entschieden wir endgültig unseren Hochzeitstermin festzulegen, es sollte der 21. Oktober 2017 sein, Standesamt, Kirchliche Trauung und Taufe von Valentin sollte alles an einem Tag sein. Unsere Familien wohnen 320 km von einander entfernt, daher wollten wir alles an einen Tag legen, damit man nur einmal pendeln muss.

*ANZEIGE/UNBEZAHLTE WERBUNG/KEINE KOOPERATION/EMPFEHLUNG

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5 Monate hatte ich Zeit, um den Babyspeck von der Schwangerschaft los zu werden, ich habe bis Juli gestillt und in dieser Zeit durch das stillen, so gut wie nichts abgenommen und für mich stand fest, ich heirate nur mit meiner annähernd alten Figur. Ich fing nach dem abstillen an, mich Low Carb zu ernähren, im Nachhinein nicht streng genug und nahm in der Zeit gerade mal 3 kg ab, mich trennten kurz vor der Hochzeit immer noch 10 kg zu meinem alten Gewicht.

Vier Wochen vor der Hochzeit habe ich angefangen nach Brautkleidern online zu suchen, da ich absolut keine Lust hat, mich in einem Geschäft beraten zu lassen und angst davor hatte, etwas aufgeschwatzt zu bekommen, was ich nicht wollte außerdem wollte ich maximal 400 Euro für ein Brautkleid ausgeben und mir Schuhe von Valentino kaufen. Ich hatte die Auffassung, dass ich von Schuhen längerfristig mehr habe, als von einem Brautkleid.

Leider musste ich nach dem ich das Internet akribisch durchforstet habe feststellen, dass die meisten richtigen Brautkleider, die man günstig im Internet kaufen kann, aus China kommen und extra für einen angefertigt werden. Ich hatte die Vorstellung, mir mehrere Brautkleider zu bestellen und dann zu Hause in Ruhe auszuprobieren.

Ich bestellte Kleider bei Asos, Zalando und About You und nicht aus China, besonders die Kleider von Needle & Thread haben mir total gut gefallen, aber mit der eher korpulenten Figur zu diesem Zeitpunkt, sahen die Kleider alle nichts aus und haben wirklich gar nichts für meine Figur getan. Zwei Wochen vor der Hochzeit, blieb mir einfach nichts anderes übrig, in ein Brautmodengeschäft zu gehen, ich fuhr mit meiner Mama und dem Baby im Gepäck nach Frankfurt zu Lilly Brautmoden und fand mein Brautkleid. Ich wurde so herzlich und super ehrlich beraten und fand ein Kleid, das mich schlank machte und in dem ich mich zu guter letzt sehr wohl fühlte. Das beste war noch, das die Kleider im Sale waren und das Kleid von über 1000 Euro auf 400 Euro reduziert war. Mit abnähen und einem Jäckchen über dem Kleid, bezahlte ich insgesamt 700 Euro und hatte wirklich ein sehr schönes Kleid.

 

Ich wollte keinen Schleier und keine typischen Brautschuhe, bei NA-KD fand ich die perfekten Schuhe für meinen, bzw. unseren Tag, die einen tollen Kontrast zu meinem Brautkleid darstellten, aber perfekt zu meinem Brautstrauß passten. Die gleichen Rosen habe ich mir in die Haare stecken lassen.

Daher meine Tipps für Mamas die nach der Geburt heiraten und alle anderen, die ein Brautkleid suchen:

  • Wenn man noch abnehmen will, sollte man eventuell das Geld in eine Ernährungsberatung investieren, dies hätte ich machen sollen, dann wäre ich mit Sicherheit schneller zu meinem Wunschgewicht gelangt.

 

  • Nicht unter Druck setzen, ich habe mir zu viel Stress gemacht und wahrscheinlich auch daher nicht viel abgenommen.

 

  • Für das Standesamt kann man ohne Probleme ein schickes Kleid online finden, für die kirchliche Trauung empfehle ich in ein Geschäft zu gehen und sich beraten zu lassen.

 

  • Es gibt auch die Möglichkeit Brautkleider zu leihen, allerdings ist dies auch nicht ganz billig, mit ein paar Hundert Euro muss man rechnen, aber es ist immer noch billiger als 1000 Euro und mehr auszugeben.

 

  • Das Kleid, so wie ich es getan habe, im Sale kaufen! Ich hatte aber wirklich Glück gehabt, da die Saleware schon verräumt werden sollte, wenn ihr also schon ein paar Monate vorher das Datum eurer Hochzeit kennt, schaut euch die Kleider im Sale an.

 

  • Das Kleid Second Hand kaufen, ist auch eine gute Option, es gibt zahlreiche Boutiquen, die gebrauchte Brautkleider verkaufen.

 

  • Wenn das abnähen und anpassen vom Kleid euch beim Schneider zu teuer ist, einfach in der Familie jemanden fragen, der nähen kann. Meine Oma hätte es mit Sicherheit auch angepasst, aber die Zeit war einfach zu knapp.

Spart nicht zu sehr am Kleid, wenn ich mir die Bilder im Nachhinein anschaue, bin ich sehr froh ein schönes Kleid gefunden zu haben, meine Mama hatte es mir von Anfang an gesagt und das sagt uns, dass wir doch ab und an noch auf unsere Mamas hören sollen.

 

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