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Allgemein, Lifestyle

Wie fange ich an zu bloggen?

Meinen Blog habe ich im Herbst 2013 unter dem Namen „Leoprintandpins“ ins Leben gerufen, ich weiß noch wie ich Tage bzw. Monatelang da saß und am Design gebastelt habe. Ich hatte von Templates keine Ahnung, ich kannte mich durch mein Architekturstudium nur mit CAD Programmen und Photoshop aus. Erst hatte ich unter Blogger.com geblogged und bin dann schließlich zu WordPress.org gewechselt und habe das Design und auch den Namen in „Lifestylecatwalk“ geändert.

Blogger.com

Auf Blogger.com kann man kostenlos relativ einfach einen Blog einrichten, allerdings hat man dort eine „blogspot.de“ Adresse ( mein damaliger Blog hieß www.leoprintandpins.blogspot.de), die man aber mit ein wenig aufwand ändern kann. Der Vorteil von Blogger.com ist, dass es eine einfache Bedienung hat und es im Netz auch reichlich Templates gibt, Nachteil ist meiner Meinung nach, dass man sich von Google abhängig macht. Entscheidet Google, dass Blogger.com eingestellt wird, muss man sich spätestens da eine Alternative suchen.

WordPress.org

2014 entschied ich mich den Schritt zu wagen und mit meinem Blog zu WordPress.org umzuziehen, ich habe mir einige Tutorials angeschaut und ganz alleine den Umzug vorgenommen, man muss dazu wirklich sagen, dass ich keine Ahnung von HTML und Webseiten habe, das alles reibungslos geklappt hat, ist für mich ehrlich gesagt ein wunder.

Domain, Webhost und Provider

Wenn man auf WordPress.org eine Website erstellen möchte, braucht man zunächst eine Domain, einen Webhost und einen Provider. Ich betreibe meinen Blog über Allinkl und bin damit sehr zufrieden, auch der Service ist sehr hilfsbereit und nett.

Templates

Im großen World Wide Web gibt es einige Anbieter auf denen man sogar kostenlos Templates für seinen Blog herunterladen kann. Ich kann hierzu Etsy empfehlen, dort gibt es schöne Templates zu kaufen. Dort findet man auch relativ günstige Templates mit Anleitung, die wirklich wunderschön aussehen.

Bildbearbeitungsprogramme

Ich habe zu Studienzeiten immer mit Photoshop und Indesign gearbeitet, mittlerweile kann man Adobe Programme auch im Abo kaufen. Ein bisschen Kenntnis sollte man hierzu aber haben, bzw. gibt es auch super Tutorials bei Youtube. Ich benutze schon seit Jahren für die Bildbearbeitung Gimp, Pages, Aurora und Iphoto (man muss dazu sagen, ich bin Mac User). Gimp ist so ähnlich wie Photoshop und Aurora gleicht Lightroom, dies war allerdings nicht kostenlos.  Auf die einzelne Programme werde ich in einem extra Post noch darauf eingehen.

 

Zusammengefasst:

  1. Einen Blognamen suchen bzw. sich ausdenken, dass ist übrigens gar nicht so einfach, da man darauf achten sollte, dass der Name nicht in den sozialen Netzwerken schon vergeben ist.
  2. Über was will ich bloggen? Auf welcher Plattform will ich bloggen und bin ich bereit dazu viel Arbeit, Schweiß und Blut in eine Website zu investieren?
  3. Template suchen, wie soll das Design aussehen? Ich rate übrigens eher zu einem schlichten Design, denn der Focus sollte auf Bilder und Texte liegen.

 

Allgemein, Lifestyle

1 Jahr München

Wo ist die Zeit geblieben, mir kommt es so vor, als rast sie immer schneller an mir vorbei. Ich bekomme wirklich angst, weil ich das Gefühl habe, das Leben zieht an einem so vorbei. Ich bin schon acht Jahre mit meinem Mann zusammen, habe vor neun Jahren meine Diplomarbeit geschrieben, den ersten Job in der Architekturbranche gehabt…

Alles habe ich mir für meine Zukunft damals, nach dem Studium vorgestellt, aber nicht das ich mit Mitte 30 in München wohne und mich erhlich gesagt hier überhaupt nicht zu Hause fühle. (Lieber Münchner, bitte nehmt diesen Post nicht zu persönlich, ich schreibe hier über mein persönliches Empfinden und möchte niemanden zu nahe treten oder beleidigen). Nach dem Studium wollte ich eigentlich nach Düsseldorf ziehen, aber die Liebe hatte mir damals einen Strich durch die Rechnung gemacht und so blieb ich meiner Heimat, in Hessen. 7 Jahre habe ich eine Fernbeziehung geführt zuletzt zwischen Frankfurt und München, das war alles so nicht geplant, aber das Leben fragt nun einmal nicht danach und so kam wieder alles anders.

Vor zwei Jahren wurde ich schwanger, Valentin war ein absolutes Wunschkind und mit Mitte 30 war es nun wirklich an der Zeit Mama zu werden, allerdings wollte ich keine Fernbeziehung mit Kind führen und bin letztes Jahr im Januar zu meinem Mann nach München gezogen. Ich bin sehr Heimatverbunden, ein richtiges Frankfurter Mädsche das immer noch sehr an seiner Heimat hängt und auch immer noch den Job dort hat und nun erst einmal in Elternzeit ist.

Ich habe München als eine sehr saubere aber auch bidere Stadt wahrgenommen, bin sehr gerne zu Besuch hier her gefahren, aber das das Leben hier nun einmal etwas ganz anderes ist, hätte ich nicht gedacht. Wir wohnten erst in Peters kleinen 2 Zimmerwohnung und begaben uns nach der Geburt auf die Suche, nach einer größeren Wohnung. Ich dachte mit unserem sehr guten Einkommen und unseren ach so tollen Jobs, bekommen wir eine tolle Wohnung in der Stadt, leider wurde dies nicht der Fall. Es hagelte absagen, Kinder sind nun einmal nicht erwünscht, tausende von Euro Miete wollten wir für eine Wohnung in Schwabing nicht bezahlen und so fanden wir eine Dachgeschoss Wohnung im Münchner Osten am Stadtrand.

Wir wollten diese Wohnung eigentlich beide nicht, aber nach 6 Monaten in dieser kleinen Wohnung, sah ich keine andere Möglichkeit aus dieser zu entfliehen (im Nachinein ein Fehler). Die Wohnung ist wirklich schön, aber nicht so groß, wie ich es mir erhofft hatte, als ich meine Vorstellungen hatte in München zu wohnen und eben am Stadtrand eher ländlich gelegen, nicht wie ich es mag, in der Stadt. Für das Kind ist es natürlich wunderbar, für mich nicht wirklich und für meinen Mann auch nicht, er fährt nun jeden Tag eine Stunde zu Arbeit, vorher konnte er hinlaufen (das war natürlich Luxus).

Der nächste „Schock“ kam, als ich am S-Bahnhof stand und es keinen Aufzug gab, somit brauche ich keine 15 Minuten in die Stadt, sondern gute 30 Minuten, da ich den Bus nehmen muss. Ich habe alles mögliche gecheckt, bevor wir den Mietvertrag unterschrieben haben, nur nicht ob es einen Barrierefreien Bahnhof gibt. Nun saß ich da, auf dem „Land“ mit einem schlechten Anschluß in die City, all das was ich nie wollte. Ich weiß, ich jammere auf hohen Niveau, aber so ist nun einmal mein empfinden.

Nahverkehr

Und da kommen wir zum Thema Nahverkehr, ich kann es einfach nicht glauben, dass eine S-Bahn nur alle 20 Minuten fährt und zudem immer so voll ist, das man keinen Platz bekommt. München soll sich in Bezug auf die „Öffis“ wirklich schämen, man muss sich nicht wundern, warum jeder Zweite das Auto nimmt und dadurch die Stadt zu 90% verstopft ist. Auch bei den Behörden habe ich sehr negative Erfahrungen machen müssen, ganze drei mal wollte ich mich ummelden und wurde weggeschickt, da alle Nummern vergeben waren und das während der Sprechzeit und mit Baby.

Leben mit Baby ohne Familie vor Ort

Ich habe das Leben mit Baby ohne Hilfe aus der Familie wirklich unterschätzt, es ist nicht einfach keine Oma vor Ort zu haben, die ab und zu mal das Kind ausfährt, mein Mann sagt immer, wir kämpfen jeden Tag und das ist auch so. Einen Leben mit Kind in einer fremden Stadt kann wirklich eine gewisse Einsamkeit hervorrufen, obwohl man den ganzen Tag mit dem Kind beschäftigt und damit auch gar nicht alleine ist.

Ich bin ein geselliger Mensch, für mich stand von Anfang an fest, das ich sehen muss, Anschluss bei anderen Mamas zu finden, ich habe Outdoor Sport mit anderen Mütter gemacht, einen Rückbildungskurs und gehe in verschiedene Krabbelgruppen. Ich habe super liebe Mamas kennen gelernt, mit denen ich mich auch mal getroffen habe, aber so richtige Freundschaften sind bisher noch nicht entstanden. Viele haben Familie und einen bestehenden Freundeskreis, da kann man einfach nichts machen. Jemanden zu finden, der genauso ist, oder ähnliche Interessen hat, wie zum Beispiel gerne in Cafes zum frühstücken geht, habe ich noch nicht gefunden. Es braucht einfach alles seine Zeit und da muss ich mich einfach mehr gedulden.

Ich höre auch von vielen Münchnern, dass es als „Neuer“ in der Stadt einfach nicht leicht ist, Anschluß zu finden, dies musste ich über das Jahr wirklich feststellen.

Wie wird es weitergehen?

Ich plane nichts mehr im Leben, da es immer anders kommt als man denkt, für immer hier in München zu bleiben sehe ich nicht, da es nahezu unmöglich ist, sich ein Haus leisten zu können, was wir unbedingt wollen. Mein Job ist in Frankfurt, den ich niemals auf der Welt aufgeben werde, da er einfach ein Glücksgriff ist. Daher probiere ich die Elternzeit weiterhin zu genießen und der Stadt irgendwie eine Chance zu geben, ich weiß ja auch, dass es nicht nur an München, sondern auch ein bisschen an mir liegt.

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