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Mein Alltag mit Kleinkind

Mit diesem Post, möchte ich euch einen kleinen Einblick in unseren Alltag, bzw. in den Alltag mit einem Kleinkind geben. Jeder Tag ist natürlich anders, da wir viel unternehmen, nicht jede Nacht gleich ist, dennoch haben wir unsere Routinen und das ist auch wichtig und gut für das Kind.

Morgens

Valentin schläft bei uns im Zimmer, momentan weckt er uns zwischen 6:30 h und 8:00 h, ich gebe ihm dann im Bett sein Fläschchen und hoffe, dass er noch einmal einschläft, ansonsten kuscheln wir noch eine Runde. Wenn er absolut keine Ruhe mehr gibt und aufstehen möchte, wechsle ich ihm als aller erstes die Windel, damit sie nicht überläuft. Ich mache ihn dann auch gleich frisch und wasche sein Gesicht und ziehe im meistens eine Strumpfhose, Body, Longsleeve und ein Halstuch an. Seine Krabbelschuhe dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Während Valentin erst einmal eine Runde spielt, mache ich mir einen Kaffee, checke Socialmedia und werde erst einmal wach. Um das Bett zu machen und ein bisschen aufzuräumen, setze ich ihn morgens in den Laufstall, den ich sehr gemütlich eingerichtet habe, mein Kind mag den Laufstall sogar, ich mache ihm Musik an und er spielt schön und kuschelt mit den Kissen und Stofftieren. Ich lasse ihn auch nie lange im Laufstall, wenn er weint und meckert hole ich ihn natürlich gleich raus.

Gegen zehn Uhr hat Valentin meistens wieder Hunger, ich schmiere ihm entweder ein Brot mit Butter, mache ihm ein Porridge oder er isst ein Obstglas. Es kommt immer darauf an, ob er morgens schon eine Flasche hatte oder nicht. Nach dem zweiten Frühstück ist er meistens müde und braucht dann doch noch seinen kleinen Vormittagsschlaf, der ca. 40 Minuten dauert.

 

Wie lege ich ihn schlafen?

Vor ein paar Monaten hat Valentin noch auf unserem Bett seinen Mittagsschlaf gemacht, dabei haben wir immer das Babyphone mit Kamera an gehabt, da er aber mittlerweile so agil ist und einfach mit seinem Schlafsack in seinem Babybett besser schläft, schläft er seit ein paar Monaten in seinem Bett, wenn er ein Schläfchen macht. Ich lege mich immer mit ihm ins Bett, kuschele mit ihm und dabei schläft er meistens ein, ich trage ihn dann einfach in sein Bett, dass neben unserem steht.

Mittagessen

Mittlerweile isst unser Sohn auch vom Tisch mit, da aber mein Mann in der Kantine isst und ich für mich meistens Low Carb koche, muss ich für ihn extra kochen. Dank meiner Küchenmaschine ist das gar kein Problem, es gibt oft Kartoffelbrei oder Zucchini gefüllt mich Hackfleisch, Polenta, Couscous und vieles mehr. Es ist wirklich kein großer Aufwand für sein Kind etwas zu kochen, besonders gerne isst er die ABC Nudeln.

Spaziergang und Unternehmungen

Wir gehen jeden Tag raus und unternehmen etwas, ob am Morgen oder am Nachmittag, Freitags gehen wir in die Krabbelgruppe und Dienstags haben wir einen Achtsamkeitskurs. Wir fahren in die Stadt zum shoppen, machen Erledigungen und gehen einkaufen.

Snacks zwischendurch

Mein Kind hat momentan sehr viel Hunger, ich habe wenn wir unterwegs sind immer Snacks dabei, es gibt Banane, Hirsekringel oder auch mal ein Brötchen ( das abknabbern hilft ihm beim zahnen). Zu Hause bekommt er von mir einen Joghurt mit Früchten, den ich auch in unserer Küchenmaschine zubereite.

Nachmittagsschlaf

Ein Nachmittagsschlaf muss nach wie vor sein, sonst habe ich ein ganz unausgeglichenes, quängeliges Kind zu Hause. Ich versuche ihn je nach dem wann er morgens geschlafen hat (dazwischen müssen mindestens 3 Stunden liegen) am Nachmittag hinzulegen. Er schläft dann meistens eine Stunde.

Spielen und Haushalt

Bis der Papa gegen 19.00 h und meistens später von der Arbeit nach Hause kommt, spielen wir und ich versuche aufzuräumen und den Haushalt zu machen, wenn der Papa da ist gibt es auch meistens den Abendbrei, gerne dazu auch ein bisschen Brot und dann wird er auch schon für das Bett fertig gemacht.

Abend und zu Bett gehen

Wie gesagt, machen wir Valentin gegen 19:30 h Bett fertig, er wird gewaschen, eingecremt und die Zähne werden geputzt. Wir legen ihn meistens abwechselnd schlafen, oft schläft er innerhalb einer halben Stunde ein.

Erledigungen wenn das Kind schläft

Viele Mamas und Familien kennen es bestimmt, dass wenn das Kind abends schläft, man auch noch den Haushalt macht, so ist es bei uns auch oft. Wenn Valentin nicht im Laufstall bleiben will, ist es etwas schwierig zu putzen, da er mir immer hinterher krabbelt. Daher kommt es auch oft vor, dass ich abends putze und auch die Spülmaschine ausräume. Hier probiert er mir während des ausräumens die Teller zu klauen und in die Spülmaschine herein zu krabbeln.

Vorbereitung für die Nacht

Die Kinderärztin meinte, wir sollen ihm so langsam das Nachtfläschchen abgewöhnen, er trinkt nämlich noch meistens eine Flasche in der Nacht, ich sehe das ehrlich gesagt nicht so eng, natürlich wäre es schön, wenn er endlich einmal durchschlafen würde, aber momentan wacht er eher von den Schmerzen auf, die er durch das Zahnen hat. Die Milch und das Nuckeln tut ihm gut, daher stehe ich doch gerne einmal in die Nacht für ihn auf.

 

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2 Jahre Elternzeit

Vor einem Jahr habe ich der Geburt meines Sohnes hin gefiebert, vier Tage nach dem errechnet Geburtstermin, der 8. Februar 2017, kam Valentin am 12.2017 um 15.05 h mit einem Notkaiserschnitt zur Welt. Ich kann gar nicht glauben wie schnell dieses Jahr vorbei war, wie schnell aus einem hilflosen Baby ein Kleinkind wurde und wie kostbar doch jeder einzelne Moment mit seinem Kind ist. Ich vermisse ihn, wenn er nicht bei mir ist und bin froh, ihn Nachts in seinem Bettchen neben mir zu haben, wenn er morgens wach ist und mich zu den unmöglichsten Uhrzeiten anlacht, ist es einfach das schönste auf der Welt.

Wir machten uns natürlich schon vor der Geburt Gedanken, wie lange ich zu Hause beim Kind bleiben werde und für uns beide stand fest, wenn es finanziell irgendwie möglich ist, werde ich auf jeden Fall die ersten zwei bis drei Jahre Elternzeit nehmen. Uns ist und wahr es einfach wichtig, dass Valentin in keine Kita gehen muss und zu Hause bleiben kann. Die meisten Kinder gehen in die Kita, weil es aus finanzieller Sicht einfach nicht möglich ist zu Hause bei einem Elternteil zu bleiben und beide Elternteile arbeiten gehen müssen um überhaupt (über)leben zu können.

Wir Frauen stehen unter einem enormen Druck, weil der Arbeitgeber es indirekt verlangt, so schnell wie möglich in den Beruf zurück zu kehren.

Wir sind daher auch eine ganz andere Generation als unsere Mütter und Großmütter, das ist klar. Wenn wir nicht schnell wieder Fuß fassen in unseren Jobs, haben wir ein Problem. Ich habe auch Jahrelang in der freien Wirtschaft gearbeitet und weiß, was von einem abverlangt wird, ich habe mit 40 Grad Fieber bei einem Planungsgespräch gesessen und mein Firmenhandy war nie aus.

Ich schwimme mit meiner längeren Auszeit vom Job gegen den Strom

Es ist einfach heute nicht mehr üblich wie vor 30 Jahren zu Hause beim Kind zu bleiben, daher Stoße ich eher auf „Abneigung“, wenn mich andere Mütter fragen, ob ich denn schon einen Kita Platz habe. Auch teilweise etwas herablassend, wird mir die Frage gestellt, ob mir denn nur der Alltag mit Kind nicht langweilig sei. Natürlich ist es nicht aufregend, den ganzen Tag Windeln zu wechseln, dem Kind hinterher zu laufen und gefühlt hundert mal am Tag „nein“ zu sagen, aber es ist doch meine Aufgabe als Mama, für mich ist es sozusagen mein neuer Job, den ich gerade ausübe und es ist ein verdammt schöner, aber auch sehr anstrengender Job. Ich sehe aber auch die Entwicklung meines Kindes, gerade jetzt in den letzten zwei Wochen hat er unheimlich viel gelernt und ich bin sehr froh, dass ich bei allem dabei war.

Und die nächste Frage, die mich super nervt ist, ob ich meinem Kind zu Hause alles bieten kann. Warum soll ich meinem Kind denn nichts bieten können? Meine Mutter war auch drei Jahre zu Hause, sie hat mit uns viel unternommen, so wie ich es mit meinem Kind übrigens auch mache. Wir besuchen einen Fenkid Kurs und gehen Freitags in die Krabbelgruppe, bald machen wir einen anderen Kurs zusammen. Wir werden in Zukunft mehr zum schwimmen gehen und im Sommer viel auf den Spielplatz.

Braucht das Kind den ganzen Tag Entertainment?

Ich finde es wichtig, dass mein Kind lernt, sich selbst zu beschäftigen und zu spielen und nicht ständig von mir bespaßt werden muss, natürlich spiele ich mit ihm, lese ihm etwas vor, aber auch nur eine gewisse Zeit.Ich glaube ehrlich gesagt auch nicht, dass Kinder in der Kita unbedingt so viel mehr lernen, sie lernen mit Sicherheit, sich mehr in der Gruppe durchzusetzen und zu integrieren. Die Erzieher haben ja auch nicht so viel Zeit, sich um die Kinder einzeln permanent zu kümmern, dass weiß ich von Erziehern übrigens selbst.

Ich war auch in keiner Kita, mein Mann und mein Bruder auch nicht, wir sind alle Akademiker mit guten Jobs. Dafür habe ich es wirklich geliebt, als ich mit 3,5 Jahren in den Kindergarten kam. Daher wird auch mein Kind mit spätestens 3 Jahren in einen Kindergarten gehen, da ich es natürlich wichtig finde, wenn er dann größer ist, auch mit anderen Kindern zu spielen und lernen muss, sich in eine Gruppe zu integrieren.

Ich lebe nach dem Prinzip, leben und leben lassen, jeder muss das tun, was er für richtig hält, ich finde es nur schade, dass man in der Gesellschaft bzw. bei anderen Müttern keine richtige Akzeptanz findet, wenn man sein Kind nicht in die Kita gibt. Mir fehlt übrigens meine Arbeit sehr und ich freue mich schon sehr, wenn ich nach der Elternzeit endlich wieder arbeiten gehen kann, bis dahin genieße ich die Zeit mit meinem Sohn.

 

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