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Wie ich meine Flugangst verlor

 

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Gerade in der Reisezeit werden viele damit konfrontiert: Der Flugangst. Ich war bis vor zehn Jahren noch ein sehr ängstlicher Mensch, der Angst hatte über Brücken zu gehen und in einen Fahrstuhl zu steigen. Am Anfang meines Architekturstudiums habe ich sogar meine Modelle die Treppe bis in den sechsten Stock hochgeschleppt. Ich hatte Angst vor der Höhe und vor geschlossenen Räumen, dies rührte vermutlich aus meiner Kindheit, als ich einmal im Fahrstuhl allein mit meinem Bruder stecken geblieben bin.

Konfrontation

Als ich 2004 in den 12. Stock des Studentenwohnheims zog, war für mich endgültig klar, dass ich nicht jeden Tag die Treppe nehmen kann, außerdem sah das Treppenhaus so gruselig aus, dass einem nichts anderes übrig blieb, als den Fahrstuhl zu nehmen. Ich wohnte dort fast ein Jahr und muss sagen, durch die Routine des Fahrens mit dem Fahrstuhl, habe ich wirklich einen sehr großen Teil meiner Angst bis heute besiegt!

Mein erster Flug

Es ist schon doof, wenn einem Freundinnen Bilder aus dem Urlaub von New York und anderen tollen Ländern und Städten zeigen und es nur an einem selbst liegt, diese wunderbaren Länder und Städte nicht zu besuchen. 2005 fasste ich mir an das Herz und schenkte meiner Mama zum 50. Geburtstag mit der Familie zusammen einen Wochenendtrip nach London. Als der Tag kam und ich in der Maschine saß, fing ich erst einmal total an zu heulen, weil ich so eine Angst vor dem Flug hatte (ich war damals schon 24 Jahre alt), die Stewardess war ganz nett und hatte mich natürlich beruhigt und wollte mir sogar einen Sekt bringen, man muss dazu sagen, dass ich damals noch mehr angst hatte, da es kurz vorher einen Terroranschlag in London gab, seit dem wurden auch die Flüssigkeitsbehälter für das Handgepäck eingeführt. Der schlimmste Moment vor meinem ersten Flug war, als die Türen hinter mir geschlossen wurden und ich die Kontrolle über mein Leben an den Piloten abgeben musste, ich habe den Flug damals mit vielen Tränen und Angstschweiß überstanden, wären meine Freundin und meine Mama nicht dabei gewesen, wäre ich wahrscheinlich kurz vor dem Start wieder ausgestiegen.

Wie ging es weiter?

Es folgte 2008 ein Kurzstreckenflug nach Pisa und 2009 eine richtig lange Fernstrecke nach Buenos Aires, vor der ich noch so richtig angst hatte. Mein Arzt verschrieb mir für alle Fälle ein Beruhigungsmittel und ich hatte Baldrian dabei, es war ein sehr angenehmer Flug ohne Turbulenzen, ich lenkte mich mit Kartenspielen und dem damaligen Entertainment Programm gut ab.

Es folgten die letzten Jahre noch einige Flüge, ich flog nach Polen, von Berlin nach Saarbrücken, Mallorca, zwei mal nach England, Gran Canaria und insgesamt drei mal in die USA.  Bis vor einem Jahr habe ich beim Start immer meinen Kopf in den Schoß gepresst und mir meine Augen und Ohren zu gehalten, mittlerweile ist das alles kein Problem mehr für mich.

Was hat mir geholfen?

Ich glaube einfach, wenn der Liebe Gott mich zu sich holen will, dann ist es einfach vorbestimmt und wenn es durch einen Flugzeugabsturz ist, dann ist es eben so. Und mal ganz ehrlich, auch wenn es die letzten Jahre ein paar Abstürzte gab, wieviele Menschen kommen bei Verkehrsunfällen ums Leben?

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An Board den negativen Gedanken keinen Raum geben

Auf meinem Rückflug von Buenos Aires nach Frankfurt, hatte ich die ganze Zeit einen Gedanken im Kopf, was ist wenn es jetzt brennt? Ich habe mich so hinein gesteigert, dass ich wieder leicht Panik bekommen habe, wo der Hinflug so toll lief. Ich probiere mittlerweile wirklich, wenn ich in ein Flugzeug einsteige, solche Gedanken draußen zu lassen, genauso sollte man nicht die Menschen um sich herum gleich als Terroristen deuten oder davor Angst haben, eine Bombe an Board zu haben. In der heutigen Zeit, kann einem in Bezug auf einem Terroranschlag eher etwas in den öffentlichen Verkehrsmitteln passieren als im Flugzeug. Man sollte sich immer vor Augen halten, wieviele Flugzeuge täglich auf der ganzen Welt in die Luft gehen und wieder heil unten ankommen und wieviele Autounfälle tagtäglich passieren

Mach es dir gemütlich

Wenn ich in ein Flugzeug einsteige, dann bin ich immer sehr schmerzfrei und wähle gerade bei einer Langstrecke, die bequemste Kleidung. Die Jogginghose darf nicht fehlen, meine eigene Kuscheldecke, ein Nackenhörnchen, Ohropax, eine Schlafmaske, ein Kapuzenpullover, ein Schal und meine eigenen dicken Socken. Die Airlines bieten einem gerade auf Langstrecke ein wunderbares Entertainment Programm, mit dem man sich am besten ablenken kann. Mein eigenes Tablet habe ich auf Reisen auch immer dabei, wer gerne spielt, sollte sich ausreichend mit Spielen versorgen. Ich habe immer Kopfhörer und mein Iphone mit meinen Lieblingsliedern dabei, die helfen auch dabei mich immer wieder abzulenken.

Palmen

Baldrian

Wenn man schon Tage vor dem Flug extrem nervös ist, empfehle ich Baldrian zu nehmen und zwar nicht am Tag des Abfluges, sondern schon Tage vorher. Man kann ihn flüssig oder in Tablettenform kaufen. Manchmal hilft auch der Gedanke, dass man etwas im Handgepäck für den Fall der Fälle dabei hat.

Keinen Kaffee

Am besten vor Abflug einen Tee trinken und keinen Kaffee, der macht einen nur noch nervöser, gerade bei einem Langstreckenflug steige ich persönlich lieber müde in den Flieger als hellwach.

Noch ein Tipp: Man sollte mindestens einmal im Jahr fliegen, damit man sich sozusagen an das Fliegen gewöhnt, mir hat diese Routine wirklich geholfen.

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